Zinsentwicklung: Wie geht´s weiter mit den Hypothekenzinsen?

Zinsentwicklung: Wie geht´s weiter mit den Hypothekenzinsen?

Zinsprognose 2013/2014

Günstig wie nie: Die Hypothekenzinsen.
Die Hypothekenzinsen sind derzeit günstig wie nie: Bei einigen Kreditinstituten werden Darlehen knapp über 2 % angeboten. Dieser Trend des billigen Baugeldes begann nach der Banken- und Finanzkrise 2009 und setzte sich bis heute fort.
Die meisten Hypothekenzinsen-Prognosen erwarteten 2013 steigende Hypothekenzinsen. Allerdings ist diese Entwicklung nach wie nicht erkennbar. Im Gegenteil, im Sommer 2013 fielen die Zinsen leicht, im Frühherbst steigen sie minimal im Zehntelbereich, aber doch erkennbar.
Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa
Doch wie geht es weiter?

These 1:
Die wirtschaftliche Entwicklung im europäischen Ausland scheint sich weiter einzutrüben: Finanzminister Schäuble hat Griechenland elf Milliarden Euro an zusätzlichen Hilfen in Aussicht gestellt (Quelle: Die Welt 28.08.13) Zwar haben die bisherigen Notkredite Athen vor einer Pleite bewahrt – zugleich aber haben die Sparauflagen die griechische Wirtschaft in die Knie gezwungen. Ein wirtschaftlicher Aufschwung ist – wie in einigen anderen europäischen Krisenländern – in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.
Dies bedeutet wiederum, dass die EZB möglicherweise nicht so bald die Leitzinsen anheben wird, auch wenn sie das vor einiger Zeit angedeutet hat.
Allerdings wirkt sich die Leitzinsen der EZB lediglich auf die kurzfristige Zinsentwicklung im Bereich von wenigen Monaten Zinsbindung aus. Außerdem zeigen die Zinsen im langjährigen Vergleich einen Trend nach unten – die Wahrscheinlichkeit, das dieser anhält, ist vergleichsweise groß.

These 2:
Durch die hohen Hilfszahlungen an Staaten wie Griechenland, Zypern u. a. entsteht eine immens hohe Geldmenge, die in der Vergangenheit immer zu einem Anstieg der Inflation und damit zu einer Erhöhung der Zinssätze geführt hat.

Fazit:
Für eine stabile Prognose stellte die Entwicklung in der Euro-Zone einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar. Ein (von Experten für möglich gehaltener) Zusammenbruch der Euro-Zone hätte jedenfalls unabsehbare Folgen für die politische Stabilität in Europa und damit auch für die Entwicklung des Zinsniveaus nach oben.
Ratschlag: Die sicherste Alternative ist es, noch 2013 zu kaufen.
Bei den aktuell sehr tiefen Zinsen sind längere Festhypotheken klar kürzeren Festhypotheken vorzuziehen.
Klar ist: Der Immobilienkauf wird teurer werden, dauernd werden die Hypotheken-Zinsen nicht auf dem aktuellen Schnäppchen-Niveau bleiben. Doch auch ein rapider Anstieg ist kurzfristig unwahrscheinlich. Denn die EZB hat den Leitzins auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt und angekündigt, ihn “für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau” zu halten.

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