Feuchte Wände trocken legen

feuchte WändeEs gibt viele Gründe für

feuchte Wände

in Häusern.

Man denkt dann zuerst an drückendes oder nicht drückendem Wasser in Kellerräumen, oder Wasserrohrbruch oder marode Fassaden bei alten Immobilien, aber auch bei Neubauten oder gerade hier ist viel Feuchtigkeit im Spiel. Ein massiv erstellter Neubau enthält ca. 10.000 Liter Wasser. Enthalten ist das Wasser in Beton, Mörtel, Estrich usw. Hinzukommt noch die Luftfeuchte der Bewohner (duschen, waschen, kochen, schwitzen…)

Undichter Keller gefährdet Bausubstanz von Häusern
Feuchte Wände, undichte Keller schädigen die darüber liegenden Geschosse. Material, Bauart und Alter des Gebäudes bestimmen den Feuchtigkeitseintritt. Gerade bei saugfähigen und porösen Baustoffen die Bodenkontakt haben, läuft das Wasser per Kapillareffekt nach oben, denken Sie hier z. B. an einen Zuckerwürfel. Weitere Baumängel wie fehlende oder defekte Dränage, undichte Fugen, Kellerfenster Lichtschächte oder defekte Außenabdichtung verstärken nach jedem Regenguss den Druck auf das Untergeschoss.

Außenabdichtung sinnvoller als Innenabdichtung
Sollte Ihr Keller feuchte Wände oder feuchte Böden haben muss in den meisten Fällen die Dränage erneuert werden. Dazu muss das Haus ringsum oder an den betroffenen Stellen bis zur Sohle freigelegt werden. Will man aufsteigendes Wasser stoppen muss man eine Kapillarsperre anbringen. Für die Außenabdichtung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man Bitumanstrich oder Bitumbahnen aufgebracht werden oder die Feuchtigkeit wird mittels eines Injektionsverfahrens gestoppt. Hier werden in regelmäßigen Abständen Bohrlöcher in die Wand angebracht und anschließend mit z. B. heißem Paraffin oder Silikonaten befüllt. Diese Materialien verteilen sich in den Feuchten Wänden bzw. Mauerwerk und bilden eine Wasser abweisende Schicht. Diese Arbeiten sollen von einer Fachfirma ausgeführt werden.

Alternativ gibt es die Möglichkeit die feuchten Wände und Böden von innen zu beseitigen. Hierzu werden der Altputz und der Fußboden entfernt, Risse werden abgedichtet und anschließend wird die Dichtschlämme in mehreren Schichten aufgetragen. Anschließend wird der Putz und Fußboden neu angebracht. Dies ist allerdings eher die schlechtere Möglichkeit. Da die nasse Außenwand bestehen bleibt. Dadurch können Frostschäden in oberflächennahen Bereichen entstehen. Außerdem können die bestehenden Mauersalze (z. B. Reste von Streusalz, Sulfate, Chloride, Kot und Urin von Tieren usw.) das Mauerwerk weiterhin zerstören.

Schimmelsanierung
Nach dem Abdichten beginnt die eigentliche Schimmelsanierung. Die betroffenen Bauteile müssen entsorgt werden. Hölzer die mit echtem Hausschwamm befallen sind, müssen als Sondermüll entsorgt werden. Hier ist es ebenfalls sinnvoll eine Fachfirma mit der Sanierung zu beauftragen.

Eine weitere Schadensursache ist die falsche Lüftung der Räume. Sinnvoll sind Quer- und Stoßlüftungen und keine gekippten Fenster. An warmen Sommertagen sollten Türen und Fenster eher geschlossen bleiben.

Wenn Sie keine feuchten Wände oder Böden haben wollen, sollten Sie gerade Ihre Lüftungsgewohnheiten ändern. Hier entstehen neben der fehlenden oder defekten Dränage die häufigsten Schimmelbildungen.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.